Stromvergleich Gewerbe

Für kleinere und mittlere Gewerbe mit einem Stromverbrauch bis 100000 kWh pro Jahr ohne Leistungsmessung können beim Strompreisvergleich (hier klicken) unter „weitere Einstellungen“ die Option „Gewerbe“ anwählen und man erhält sofort eine Liste mit Strom-Angeboten.

Für Gewerbe und Industrie mit einem Strombezug über 100000 kWh und eigener Leistungsmessung sieht es etwas anders aus. Hier muss man die Preise individuell anfordern. Auch für diesen Fall haben sich Energiedienstleister mit unterschiedlichen Vorgehensweisen für einen Stromvergleich darauf spezialisiert.

Möglichkeiten zum Strompreisvergleich

Kleine und große Unternehmen aus Gewerbe und Industrie haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten ihren Strompreis zu vergleichen.

- online

Auf einen der zahlreichen webbasierten Plattformen gibt man alle notwendigen Kontaktdaten ein und lädt möglichst seinen Lastgang (Verlauf des Strombezuges eines Jahres) hoch.

- persönliche Beratung

Es gibt zahlreiche Energiedienstleister mit denen man über ein Formular oder Telefonanruf Kontakt aufnehmen kann. Diese helfen dann, alle notwendigen Daten zu beschaffen, den man für einen Stromvergleich braucht.

Modelle zum Stromvergleich

Abhängig von der Menge des Stromverbrauchs oder von der Anzahl der Verbrauchsstandorte gibt es verschiedene Modelle seinen Strom zu vergleichen.

- Mengeneinkauf im Strompool

Schon ab einen Stromverbrauch von 1000 kWh pro Jahr können sich kleinere Unternehmen einem Strompool anschließen. Dort wird vom Energiedienstleister die Stromnachfrage der Betriebe gebündelt und die daraus entstandene Menge bei verschiedenen Stromlieferanten angefragt. Dadurch entsteht die Möglichkeit gute Konditionen für günstigen Strom zu erhalten und hat Vorteile gegenüber normalen Tarifkunden.

- Ausschreibung des Strombedarfs

Bei der Ausschreibung tritt man selbst oder durch einen Dienstleister an den Stromlieferanten heran. Es werden ausgewählte Stromanbieter angefragt, von denen man Preisangebote erhält. Nutzt man dafür Energiedienstleister ist es vorteilhaft, dass man aufgearbeitete und vergleichbare Angebote erhält, aus denen sich der Stromkunde den besten Stromtarif auswählen kann.

- Auktionen für Stromeinkauf

Eine Auktion ist der umgekehrte Weg einer Ausschreibung. In der Regel läuft eine Stromauktion auch über einen Dienstleister. In einem Bieterverfahren bewirbt sich der Stromlieferant beim Kunden und gibt zum Auktionstermin seine Angebote ab. Alle gelisteten Lieferanten einer Strom-Auktionsplattform können sich daran beteiligen.

Gebühren für Stromvergleich

Je nach Geschäftsmodell wird eine Gebühr für die Vergleichsdienstleistung fällig, entweder durch den Kunden oder durch den Energielieferanten.

- Provisionen des Stromlieferanten

Der Stromanbieter, der den Zuschlag erhält, zahlt an den Dienstleister eine Provision für den Auftrag. Diese Provision wird beim Strompreisangebot mit einkalkuliert und der Kunde zahlt diesen im übertragenen Sinne mit der Stromrechnung.

- Gebühr für Stromlieferanten

Für die Beteiligung der Stromanbieter an Ausschreibungen oder Auktionen wird eine Gebühr für die Transaktion, also für das Onlinestellen eines Preisangebots verlangt.

- Festpreis für Kunden

Für die Erstellung eines Stromvergleichs wird ein Festpreis vom Kunden verlangt, der sich nach der Menge des benötigten Jahresstromes richtet.

- Honorar für Einsparung des Stromkunden

Hier bezahlt man einen Geldbetrag, der sich aus der Differenz der alten und der neuen Strombezugsmenge ergibt. Beträgt dieses Einsparhonorar zum Beispiel 30% der Einsparung und man spart bei den Stromkosten 6000 € durch den Lieferantenwechsel, so beträgt das Honorar 900 €.

- Honorar für Dienstleistung

Im Unterschied zum Festpreis bezahlt der Stromkunde ein Honorar in Abhängigkeit von den beanspruchten Dienstleistungsmodulen. Je nach Intensivität der Betreuung variieren die Preise. So kann man beispielsweise den Berater bevollmächtigen, seine Interessen gegenüber des Stromlieferanten zu vertreten. Preisvergleiche, Vertragsverhandlungen und Energiemanagement können somit vertrauensvoll in die Hände des Stromdienstleisters gelegt werden.

Zusammensetzung eines Strompreisangebotes

Preise für Abgaben, Steuer und Netznutzungsentgelte, die aus der Nutzung der örtlichen Übertragungs-Infrastruktur des Netzbetreibers entstehen, sind bei allen Preisangeboten für den Stromeinkauf gleich. Variabel dagegen ist der kalkulierte Strompreis des Energieanbieters. Diese setzen sich für Sondervertragskunden aus den monatlichen Kosten zusammen:

- Arbeitspreis

Das ist der verbrauchte Strom in Ct/kWh

- Leistungspreis

Der Leistungspreis berechnet sich aus der maximal zur Verfügung gestellten Jahreshöchstleistung, also der benötigten Spitzenleistung in €/kW

- Messpreis

Das ist der Preis für die Messung bzw. für die Beistellung des Messgerätes in €
Um einen Stromvergleich durchzuführen, sind immer alle Komponenten, aus denen sich der Strompreis zusammensetzt zu berücksichtigen. Nur den arbeitspreis zu vergleichen, birgt die Gefahr, dass man bei der Betrachtung der Gesamtkosten zu Fehleinschätzungen kommt.

Stromvergleichende Unternehmen

Eine Auswahl von Energiedienstleistern ohne Wertung, bei denen man Strompreisangebote einholen kann:
ampere.de
energiemarktplatz.de
enportal.de
epe-energie.de
first-energy.de
get-energy.de
ispex.de
vea-online.de
wattline.de
wm-energy.de

Alternativen, um Stromkosten zu sparen

Für Gewerbe- und Industriebetriebe ist der Stromeinkauf nur eine Möglichkeit Energiekosten zu reduzieren. Um den Stromverbrauch zu senken, sollte man auch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Strom selber produzieren

Es ist davon auszugehen, dass Strom auch in Zukunft mit steigenden Kosten verbunden ist. Dagegen werden erneuerbare Technologien immer günstiger. So liegt es nah, gerade für Industrie und Gewerbe ihren eigenen Strom zu produzieren und selbst zu verbrauchen. Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke sind mittlerweile in vielen Unternehmen Praxis und reduzieren den Stromverbrauch aus dem Netz beträchtlich.

Sanierung und Modernisierung

Moderne Anlagentechnik erhöht die Lebensdauer der Produktionsmittel und verringert den Wartungsaufwand, Kosten, die langfristig wirken. Zahlreiche Förderprogramme im Rahmen der Energiewende zur Steigerung der Energieeffizienz werden bereitgehalten.
Beispiel Beleuchtung: Mit wenig Aufwand und ausgereifter Technik schlägt man der Strompreisentwicklung ein Schnippchen. Bis 50% Stromeinsparung versprechen Hersteller von LED-leuchten. Der Einsatz lohnt sich.